13:19 gegen Rostock - Sand im Getriebe
Geschrieben von: Coach Robert Melzer    Dienstag, den 11. Mai 2010 um 13:01 Uhr   
<img style="border: 1px solid #de0206; margin-bottom: 10px; margin-left: 10px; float: right;" src="/images/stories/080510-griffins-bulldogs.jpg" alt="080510-griffins-bulldogs" width="300" height="150" />So oder so ähnlich könnte man die Leistung der Bulldogs am vergangenen Wochenende beschreiben.

Gegner waren die Rostock Griffins, die im heimischen Norden deutlich den besseren Saisonstart hatten und mit 19:13 die ersten zwei Punkte auf der Habenseite verbuchen können.

Man hatte sich vorab sehr gut über das Team der Hansestädter informiert, die sich mit vier Amerikanern verstärkten und auch sonst über gute Spieler verfügten. Dementsprechend war man mit Respekt in das erste Saisonspiel gestartet.

Es fing gar nicht schlecht an für Spandau, denn das Kicking Team sicherte sich selbst nach dem Kick-Off den Ball in der gegnerischen Hälfte. Überraschend kam die Offense mit QB Adrian Baier früh auf das Feld die aber leider keine Punkte aus dem Vorteil verbuchen konnte und mit einer Interception den Platz wieder verließ.

Die nächsten sahen nicht anders aus, die freien Zonen war da nur an der Umsetzung haperte es hier und dort, was letztendlich zu Punts und nicht zuletzt einer weiteren Interception führte.

Deutlich besser kam Spielmacher Thomas Jonietz mit seiner Offense in das Spiel. Er führte sein Team mit Läufen und Pässen zweimal in die Endzone, die anschließenden Extrapunkte konnte sie nicht verwandeln und somit stand es zur Halbzeit 00:12 für die Griffins.

In der Halbzeitpause hatten beide Seiten Zeit durchzuatmen und sich die auf die kommenden Quarter neu zu sortieren.

Sichtlich engagierter kam Spandau aus der Pause und fing an, den gewohnten Rhythmus zu finden. Nur wenige Yards vor der gegnerischen Endzone hatte Rostock es geschafft die Notbremse zu ziehen und  verhinderte somit die ersten Punkte für die Berliner.

Die Bulldogs Defense stoppte den Rostocker Laufangriff wie schon in den ersten beiden Vierteln ein ums andere mal sicher. Nur die Passverteidigung war an diesem Tag nicht ganz in Topform. Mit gutem Auge und Gespür für den Ballträger ist die Defense-Line mit Hilfe der Linebacker zu erwähnen, die den Laufangriff gut unter Kontrolle hielt.

Nach einem Quarterbackwechsel hatte nun Rookie Paul Bober, der aus der eigenen Jugend kommt, die Aufgabe, Spandau zu Punkten zu führen. Pass um Pass und Lauf um Lauf führte er seine Offense über das Feld. Rostock, die selbst mit einer Prevent Defense (100%ige Passverteidigung) versuchten Spandau zu stoppen, fanden kein Mittel das Vorhersehbare zu verhindern. Ein Tochdownpass auf Patrick DeRode brachte die ersten Punkte auf die Tafel welche mit einem Extrapunkt von Kicker Jamie Swain geschmückt wurden. Stand 07:12 für die Griffins und das Spiel war wieder offen.

Um nicht doch noch als Verlierer vom Platz gehen zu müssen, mußte Rostock unbedingt Punkten was Thomas Jonietz  durch weite Pässe zu Rickie Simmons und Christian Moddelmog auch gelang. Christian Moddelmog war es auch der mit seinem Catch in der Endzone die Spandauer Hoffnungen wie eine Seifenblase zerplatzen ließ. Stand 07:19 für Rostock.

Die Bulldogs wollten sich aber nicht ohne Gegenwehr verabschieden. Wenige Minuten noch zu Spielen war es der Offense doch noch möglich mit Pässen auf die Wide Receiver Gerrit Quaas, Leeroy Foster, Patrick DeRode und Tight End Christopher Pethke über das Feld zu wandern. Hatte Christopher Phetke mit seiner Stattlichen Figur mal den Ball in seinen Händen, brauchte es mehr als sechs Rostocker Verteidiger um ihn zum Fallen zu bringen. Man spürte die Verunsicherung auf der gegenüberliegenden Seite und diese war auch nicht unbegründet den ein weiterer Pass auf WR Patrick DeRode war es , der Spandau die nächsten Zähler auf die Tafel brachte. Eine Two Point Coversion konnte leider nicht verwandelt werden was dann auch den Endstand von 13:19 besigelte.

Alles in allem hat man sehen können, dass man mit den Spandauern rechnen muss auch wenn sie als zweiter Aufsteiger in die Oberliga Ost gekommen sind.

Nächster Gegner sind die Wernigerode Mountain Tiger am kommenden Wochenende im heimischen Schleusener-Stadion um 15:00 Uhr.